Tequila für den Klippensprung

KlippeJa, das bloggen macht mir Spaß. Gut, dass ich endlich damit begonnen habe, schlecht, was mich dazu getrieben hat und lustig, das Ganze mit Abstand zu betrachten.

Neulich stöberte ich durch Karriere.at, Standard Karriereseite und wie sie sonst so alle heißen, diese Vermittlungsbörsen des Grauens, und klickte zögerlich durch die Inserate. Versteht mich nicht falsch, ich mag die Jobbörsen, irgendwie besteht seit Jahren eine innige Bindung zwischen mir und den Inseratehöllen. Vielleicht bin ich einfach ein Badjobmagnet, mit der Aufgabe die miesen Jobs vom Markt zu nehmen, um andere, Schwächere, davor zu schützen. Wenn das meine Aufgabe hier auf dieser Erde ist, dann bin ich davon überzeugt, erfolgreich zu sein.

Ein weiterer Grund, warum es mich immer wieder zu diversen Hiertrügtderschein-Portalen verschlägt ist sicher auch … ähm, ja wie nennt man das eigentlich? Wenn man weiß, da ist etwas absolut schlecht für einen, aber man kann nicht anders als es trotzdem zu tun. So wie nach fröhlichen Hugotrinkrunden, Tequila mit ins Spiel zu bringen … mies und schlecht fürs Karma und für die Haut, ist das, aber man tut es trotzdem.

Naiv wie ich bin und schon immer war, glaube ich, dass der Schuss Tequila einfach den Spaß perfekt macht und genauso, offenbart sich die Vision von Zufriedenheit, Erfolg und Ausgeglichenheit, wenn ich lese: Internationales Umfeld … Abwechslungsreiches und herausforderndes Aufgabengebiet … Sie überzeugen durch Kreativität im Alltag … Wachsen mit uns … bibabo, ja, da leuchten meine Äuglein, werden aber in der Regel nach dem ersten Blinzeln, zumeist schon beim Vorstellungsgespräch, wieder auf die fiese Realität zurück gewiesen, nämlich der stumpfen Ödnis im Unternehmenssumpf, wo sich in der Regel nur schleimige Würmer wohl fühlen. Oh ja, ein wenig frustriert bin ich schon.

Aber egal, jetzt schreibe ich mal. Das soll ich auch tun, sagen grad alle und dennoch träume ich von der ultimativen Herausforderung, dem besten Job der Welt, allein für mich passend gemacht. Was, wo, wie, … wird es sein? Ich weiß es nicht und trotzdem denke ich, bereits auf dem Weg dorthin zu sein … oder? Ja, es muss so sein. Und wenn ich endlich die drei Stationen hinter mir gebracht habe, den Stumpsinnigkeitspfad entflohen, nur wenig verirrt, durch den Kommerzscheißwald gefunden habe und mich im Schlangenland nicht beißen ließ, dann muss dort irgendwo die Klippe sein, zum Mee/hr. Der Sprung ist dann nicht mehr schwer. Schon gar nicht mit einem Schluck Tequila …

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