FoodUpgrade: Mixed Pickels

Saures Potpourri - Mixed PickelsSaures Potpourri

So gut wie jedes Wochenende, also immer dann wenn ich in Mamas Garten zu Gast bin, erhalte ich die volle Ladung an Überschussgemüse, welches derzeit in jedem Gärtchen aufzufinden ist. Ich werde also vollgeladen mit Biodiversität und kutschiere sie dann dankbar, aber doch überfordert, zu mir nach Hause.

Denn obwohl kaum etwas so sehr nach Spätsommer schmeckt, wie z.B. Zucchini-Cordon-Bleu, sind bald sämtlikche Kochideen erschöpft und irgendwann klingt Pasta mit selbstgemachter Tomatensauce einfach nicht mehr so verlockend …

Und wenn man dem zweifachen Überschussgemüse überdrüssig wird und an die Hasen im Nachbarfeld verschenkt hat, kauft man bald wieder das abgelegene, nach Badeschwamm schmeckende Zeug im Supermarkt. *Hmpf* Aber nicht so dieses Jahr! Deshalb habe ich ein wenig Tiefer in diversen Rezeptdatenbanken gegraben und folgendes gefunden:

Die Lösung: Einkochen

Mama und Oma tun’s natürlich jede Saison, ich eigentlich nicht. Zumindest bisher…

Hinter der Bezeichnung – Mixed Pickels – steckt aber nicht etwa eine Variation von Hautunreinheiten, sondern etwas Anderes, das ich selber zuerst etwas skeptisch gelesen habe. Aber, was sollte ich machen, ich musste mich aus dem Berg Zucchini, Paprika, Karotten, … befreien und deshalb legte ich los.

Übrigens: Viele sind vielleicht nicht gerade die Gemüsetiger, ich auch nicht so unbedingt, manches ja, anderes nein, aber dieses Rezept befreite mich sogar von meiner Feindschaft mit Karfiol.

Die Zutaten zum Rezept:

etwa 1 1/2 kg Gemüse Allerlei
(Zucchini, Jungzwiebel, Knoblauch, Chillis, Karotten, Paprika, Karfiol/Blumenkohl, Fisolen – den Karfiol habe ich gekauft, denn den gab Mamas Garten nicht her … aber pssst, nichts sagen, sonst rollt auch der im nächsten Jahr an!)

Für den Sud/Marinade:
1/2 Sackerl Senfkörner (Etwa 2-3 EL)
1/2 Liter Essig
1/2 Liter Wasser
2 EL Pfefferkörner
2 TL Zucker
5-7 Lorbeerblätter
1 EL getrockneten Dill, oder fein gehackten frischen Dill je nach Geschmack

6 mittlere Einmachgläser

Noch ein Tipp: Wenn ihr im Kühlschrank vielleicht ein fast aufgegessenes Essiggurkerlglas habt, könnt ihr auch diese Marinade (zur Ergänzung) verwenden. Und das Glas selbst natürlich auch gleich. Aber bitte auskochen!

Und dann geht’s ans – Achtung, es folgt ein äußerst kreatives Wortspiel – Eingemachte:

Knoblauch feinblättrig schneiden. Die Chilis mal beiseite legen.

Das restliche Gemüse zerteilen bzw. in mundgerechte Stücke schneiden. Einzeln (also Sortenrein) im Salzwasser blanchieren. Die Dauer ist abhängig von der Gemüsesorte, max. 6 Minuten bei den Karfiolröschen, max. 3 Minuten bei den Zucchinistücken. Bissfest ist das Ziel!

Jeweils kalt abschrecken – im Eiswürfelbad – dann bleibt auch die Farbe erhalten (sagt die Mama). In der Zwischenzeit Essig aufkochen, Wasser und restliche Zutaten dazugeben und ein wenig verrühren und abschmecken (süßsauer soll’s sein, nicht fad und keinesfalls sollte sich der Magen wegen zuviel Essig plagen!).

Dann die einzelnen Gemüsesorten in die Gläser schichten. Je bunter, je schöner 🙂 Knoblauch und Chillis nicht vergessen und sobald das Glas vollgestopft ist, mit dem Sud, fast bis zum Rand (auf jeden Fall über das Gemüse!), auffüllen – dabei dürfen auch gerne die Lorbeerblätter und Senf- und Gewürzkörner mithinein – und sofort verschließen.

Nach spätestens 8 Stunden darf man sich bereits daran vergreifen, dann ist alles durchgezogen und schmeckt einfach nach Sommer und Urlaub, macht gute Laune und sorgt für einen Vitaminkick (letzteres könnte bitte eine Ernährungsexpertin bestätigen)!

 

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