Im Bildungsauftrag

Ich wage mich in meinem Blog einen Schritt voraus und widme mich einem Thema, das uns doch irgendwie alle interessiert: Sex. Und zwar, weil die die ihn haben, ihn grad nicht haben und die, die ihn nicht haben, weil sie alles tun um ihn zu haben.

Mich persönlich, verfolgte dieses Thema in den letzten Tagen aus zwei völlig unterschiedlichen Zusammenhängen.

Erstens, da ich aufgrund des erst kürzlich zelebrierteren Nationalfaultiertags in den Newsletterfängen von typischich.at gelangt bin und Zweitens, aufgrund meines Studiums… bevor eure Vermutungen über mein Studium allzu sehr ausarten, bitte nehmt euch zusammen, es ist alles anderes als ihr denkt!

Kürzlich lese ich also im Newsletter der angepriesen renommierten, österreichischen Frauen/Lifestyle-Onlinemagazinausgabe typischich.at und stolpere über den Beitrag:

14-Arten des Liebespiels592363_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de

Selbstverständlich klicke ich mich durch den Beitrag, in voyeuristischer Erwartung etwas Neues zu entdecken. Nach etwa 15 jähriger Aktivität in diesem Gebiet, sucht man selbstverständlich nach Inspiration, holt sich aber zumeist nur die Bestätigung, dass man eh schon alles weiß. Schlimmer noch, schlagen diese 14 todlangweiligen Variantendarstellungen des Beischlafs, die schlichtweg jegliche Informationsfaszination Mucks Mäuschen Tod.

Angefangen von Hochzeitsnachtssex, über Morgensex und Kuschelsex, fallen mir selbst beim eintippen der Begrifflichkeiten die Augen zu, wenn ich daran denke wie geschmacksfal die Beiträge erstellt wurden. Das liegt nun bitte nicht daran, dass ich Hardcorevarianten zu lesen wünsche, sondern einfach nicht mit der Duden-Definition abgefertigt werden möchte und mir selbst mein Biologielehrer mehr Informationen unterrichtete, die es Wert waren, in meinem Kopf zu bleiben.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ganz anders ging es mir einen Tag später, als ich für mein Studium im Fach Informatik mit dem Thema „Zeichensätze“ auseinandersetzte. Also wie viele Zeichen und bit (8bit, 32bit, …) notwendig sind, um auch alle länderspezifischen Sonderzeichen darzustellen. Bla, bla, bla … ich stöbere also auf Wikipedia ein wenig herum um mich über die griechischen Zeichen zu vergewissern und verklicke mich absichtlich in folgenden Bedeutungspfade:

http://de.wikipedia.org/wiki/Griechisch

Und schon weiß mehr als zuvor, sowohl zum Thema Liebesspiel, als auch zum Thema Informatik, weil ich danach natürlich zur richtigen Subbedeutung zurückkehrte und erlebe damit den gerechten Ausgleich am ungestillten Informationsbedarf.

Gerechter Ausgleich

Beeindruckt, und deshalb für Bloggingessentiell erklärt, haben mich vor allem die Grafiken448px-Martin_Van_Maele_-_La_Grande_Danse_macabre_des_vifs_-_33 von Paul Avril, Francesco HayezMartin van Maële usw. die aus dem 17., 18., bzw. den Anfängen des 19. JH stammen.  Großartiges Anschauungsmaterial mit hoher Bildungs- und Informationswertigkeit das uns zusätzlich auffordert, endlich unsere teilweise noch verstaubten Ansichten zu beseitigen und vor allem den gefaked, offenen Umgang zu beseitigen, der mich nicht nur auf typischich.at zuwieder ist, sondern auch bei einer gewissen Carry Bradshaw aus SATC.

Und zwar dann, wenn gerade sie, sich am prüdesten verhält. Desto erfolgreicher die Serie wurde umso riesiger wurden ihre fleischfarbenen Oma-BHs (der Stoff nicht der Inhalt), die sie unter dem rückenfreien kleinen Schwarzen trug, das uns eigentlich die Botschaft vermitteln sollte: Um mich tragen zu dürfen, bist du zu arm, dick, antimanhattisch und mausgrau … ja, ja, genau 😉

Bildungsauftrag erledigt.

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