Passiv-Halloween

kiwigreen_etagere_halloweenDie Massen an der Kasse haben mich noch rechtzeitig daran erinnert: 31. Oktober. Früher habe ich an diesem Tag meine Sparbüchse geplündert (ein Schwein wollte ich nicht und ein Strumpf war auch damals schon out) und es gegen so viele Stofftiere wie Banken es sich noch leisten konnten herzugeben (Achtung hier versteckt sich der Sarkasmus), auszutauschen.

Heute verteile ich nicht mein Kleingeld sondern diversen Süßkram und verlange dafür nicht mal etwas. Oder vielleicht doch, Halloween rein passiv genießen zu dürfen. D.h. es darf an die Tür geläutet werden, zur Belohnung (die Klingel ist nämlich nicht ganz einfach zu finden 😉 gibt es Schokolade, dann wird die Tür aber auch schon wieder geschlossen. Danach wird dieser Vorgang noch maximal zwei Mal wiederholt, bevor die Pforte für den Abend aus Überanstrengung für immer verschlossen bleibt. Ansonsten lasse ich mich natürlich auch gerne dazu herab Kürbissuppe, Kürbiskuchen und Kürbisrisotto zu verspeisen und die üblichen Kürbisschnitzereien zu bewundern.

Ich bin also kein ausgesprochener Fan von diesem Tag und noch wenigkiwigreen_halloweener ein Gegner, sondern er ist mir einfach egal. Wie erwähnt gestaltete sich dieser Tag und vor allem diese Zeit in meiner Kindheit noch etwas anders und noch stärker als die alljährliche Stofftierkollekte hat sich in meiner Erinnerung eine von Nebel verschleierte Zeit verankert, die zumeist sehr ruhig vonstatten geht, während Allerheiligenstriezel verputzt und der Wintermantel aus seinem Sommerschlaf geholt wird.

Mein Verkleidung für den heutigen Abend besteht also aus ungleichen Socken und einem formfreien Pyjama, ein Styling aus ungekämmten Haar und Leichenblässe die sich vielleicht als Nude-Look verkaufen lässt. Auch der Rest des Abendprogrammes lässt nicht Lumpen und besteht aus einer feinsten Selektion aus Fernsehprogramm das noch lange weiter läuft, wenn sich längst ein Schleier aus süßem Tiefschlaf über mich gelegt hat.

 

 

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